Morgen ist es wieder soweit: ich muss in die Röhre. Für mich gibt es kaum eine Untersuchung, die mich so nervös, ja fast panisch macht. Das liegt gar nicht daran, dass sie besonders schmerzhaft oder unangenehm ist. Manche mögen die Enge in der Röhre nicht, andere halten kaum den mechanischen Krach aus. Auch das Zugang legen und das Kontrastmittel sind inzwischen bei mir fast schon “Gewohnheitssache” – obgleich die Nebenwirkungen und die Erfahrung einer geplatzte Ader mir nicht gerade gut tun…

Was für mich wirklich ein Problem ist – es wird bildlich festgestellt, wie sich Metastasen entwickelt und eventuell auch neu entstanden sind.

In der Sommerpause sind wie im letzten Jahr meine Tumormarkerwerte (die durch Blutentnahme gemessen werden) schlechter geworden. Ich muss damit rechnen, dass sich “Neues” gebildet oder “Altes” gewachsen ist. Das genaue Ergebnis bekomme ich erst nächste Woche, aber die Nervosität steigt. Was wird festgestellt – werden neue Maßnahmen, neue Medikamente nötig?

Die Hoffnung auf ein “es geht weiter wie bisher” bleibt, denn momentan geht es mir verhältnismäßig gut. An mehreren Tagen konnte ich arbeiten, keine größeren Schmerzen außer beim WC-Besuch. Was werden die nächsten Tage bringen, was kann ich noch arbeiten, kann die gelockerte Chemo (alle 3 Wochen) beibehalten werden? Fragen und Unsicherheit bleiben.

Ich versuche meine Nerven im Griff zu behalten, Grübeln und Sorgen mit Arbeit zu überlisten und klammere mich (mal mehr, mal weniger erfolgreich) an meinen Glauben, dass dank Jesus das Beste erst noch kommt…

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